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GSM ORTUNG

November 26, 2019

Was ist GSM?

Jahrzehntelang wurde analog telefoniert. Sogar unter dem Meer verliefen Kabel, die etliche Kilometer lange Verbindungen von einem Kontinent zu einem anderen herstellten.
Diese Systeme zu warten war kostspielig und Störungen kamen häufig vor.

Mobilfunk mit analoger Technik stellte obendrein zwei weitere Probleme dar. Zum einen ist die Benutzung überaus kompliziert gewesen und obendrein gab es nur ein paar Hundert Plätze in jedem europäischen Netzwerk. Als man von der analogen Mobilfunktechnik zur volldigitalen wechselt, wird 1982 auf der Konferenz der Post- und Fernmeldeverwaltungen (CEPT) die Groupe Spécial Mobil (GSM)gegründet, eine Arbeitsgemeinschaft für Mobilfunk. Ihr obliegt die Aufgabe, für Europa einheitliche Mobilfunktechniken zu realisieren. Solch ein Standard soll die unterschiedlichen und nicht immer zueinander kompatiblen Netze vereinheitlichen, damit nicht für jedes Netz in Europa ein eigenes Gerät gekauft werden muss.1991 wird die GSM in Standard Mobile Group (SMG) umbenannt. Die Bezeichnung GSM, wie wir sie heute noch verwenden, steht von da an für den Mobilfunkstandard selbst. Ausgesprochen heißt er allerdings Global System for Mobile Communications.In Frankreich übersetzt man das deutsche Wort Mobiltelefon häufig mit der Abkürzung GSM (lt. Wikipedia).Neben der Sprachübertragung ist durch GSM auch die Übertragung von Daten, wie zum Beispiel Kurznachrichten (SM; ugsl. SMS) mobil möglich geworden. Dieser Nutzerdienst ist nicht mehr wegzudenken und gehört fest zum mobilen Kommunikationsstandard.

Wie funktioniert GSM?

Jedem Teilnehmer wird eine einmalige Mobile Subscriber ISDN Number (MSISDN) zugeteilt. Schlichtweg bekannt als Handynummer ist das die Zahlenkolonne, die man von überall auf der Welt wählen kann, um den Teilnehmer zu erreichen. Daneben gibt es noch drei weitere Identifizierungsnummern je Nutzer, die alle miteinander in Verbindung stehen. Sie dienen aber nur innerhalb der Netze bzw. unter den Netzbetreibern zur Identifizierung der Teilnehmer und müssen teilweise aus Datenschutzgründen geheim gehalten werden. Ausgehend vom Mobiltelefon werden Sprache oder Kurznachrichten digitalisiert auf genau festgelegten Frequenzen an Basisstationen gesendet. Diese kann man sich als die bekannten Sendemasten vorstellen. Telefoniert man vom Festnetz auf ein Mobiltelefon, werden die eingehenden Daten ebenfalls digitalisiert und über die Basisstationen auf anderen festgelegten Frequenzen an das Handy geschickt. Diese Frequenzen sind weltweit genau verzeichnet, damit Überschneidungen und Vermischung der gesendeten Datenpakete ausgeschlossen wird. Da die Übertragung durch die Luft stattfindet, hängen das Gelingen und die mögliche Entfernung von der Bebauung und den landschaftlichen Eigenschaften ab. Eine norddeutsche Heide benötigt weit weniger Sendemasten um ein funktionierendes Mobilfunknetz aufzubauen, als eine gebirgige Gegend mit zahlreichen Erhöhungen und Tälern, oder gar eine Stadt mit vielen Hochhäusern, die buchstäblich im Weg stehen. Sehr einfach ausgedrückt deckt jeder Sendemast ein Gebiet ab und nimmt in diesem alle Anrufe entgegen, um sie weiterzuleiten bzw. strahlt angekommene Anrufe an Mobilfunktelefone aus. Die einzelnen Stationen „wissen“, welche Stationen an ihr Funkgebiet angrenzen. Gelangt ein Nutzer beim Telefonieren mit dem Handy in ein anderes Gebiet, wird vom vorhin verwendeten die Abwicklung des Datentransfers an die Station des neuen Gebietes übergeben. Auch können benachbarte Sendestationen zeitweise die Aufgaben von überlasteten „Nachbarn“ übernehmen. Solche Sendegebiete nennt man auch Funkzellen. Sie sind deutschlandweit flächendeckend angeordnet und sichern eine lückenlose Kommunikation über Funk. GSM ist damit eine mächtige Variante zur mobilen Kommunikation und übermittelte Daten wie der gesendete Inhalt selbst, aber auch die Identität der Teilnehmer können nicht ohne Weiteres von Dritten abgefangen werden.

Und damit kann man Handys orten?

Jeder Teilnehmer am Globalen System für mobile Kommunikation kann von autorisierten Stellen identifiziert werden. Genauso, wie die Paketdienste wissen, welcher Briefkasten zu welcher Person gehört und ihre Fracht korrekt zustellen, können die Betreiber gesendete Datenpakete an den richtigen Empfänger durchleiten. Die Handynummern der Geräte sind Personen zugeordnet. Wird zu einem Nutzer eine Verbindung über eines der deutschen Mobilfunknetze hergestellt, wird sein Gerät mit der aktuellen Nummer bei der Basisstation angemeldet, die sein Aufenthaltsgebiet abdeckt. Die Funkzellen (Sendegebiete) einer Station sind auf Karten klar erkennbar. Auf diese Weise kann eine Ortungsanfrage mit der Angabe der Funkzelle, also der gerade genutzten Basisstation beantwortet werden. Die Dauer der Übertragung eines Pakets vom Sendemasten zum Endnutzer und zurück gibt dabei auch Aufschluss über die mögliche Entfernung und Himmelsrichtung. Auf dem Land, wo entgegen der dichten und hohen Bebauung in Städten, nichts die Funkverbindung unterbricht, stehen die Sendemasten manchmal mehrere Kilometer auseinander. Daraus ergeben sich große Funkzellenradien und eine Ortung kann eine entsprechende Ungenauigkeit beinhalten. Wo Sendemasten näher beieinander stehen, wie in dicht besiedelten Gebieten, die aufgrund intensiverer Nutzung auch höhere Auslastung erfordern, sind die Funkzellen wesentlich geringer im Radius. Eine Ortung auf bis zu fünfzig Metern ist hier nicht ungewöhnlich und mit einem iPhone ebenfalls nicht machbar.

Handys lokalisieren – legal?

Grundsätzlich erfordert eine Ortung eines mobilen Telefons bestimmte aus Datenschutz geheim gehaltene Identifikationsschlüssel (IMSI = International Mobile Subscriber Identity, TMSI = Temporary Mobile Subscriber Identity und MSRN = Mobile Station Roaming Number). Diese und weitere relevante Daten (Zugang zum Funknetz, Frequenzen,..) sowie die nötige Funktechnik besitzen die Telekommunikationsdienste. Nur sie und natürlich die Polizei haben die Möglichkeit, Handys legal zu orten. Es gibt jedoch eine Ausnahmeregelung, die jedem Bürger erlaubt, die lokale Position von Mobiltelefonen zu bestimmen: Zugelassene Ortungsdienste dürfen ihren angemeldeten und verifizierten Nutzern die Mittel in die Hand geben, unter bestimmten Umständen Handys jederzeit zu orten. Hierzu werden übliche Anmeldedaten abgefragt und die zu ortenden Geräte bzw. deren Nutzer müssen zustimmen, dass sie ausfindig gemacht werden können.
Dann kann jeder selbst Handys orten.

Was braucht man dazu?

  • Handy (muss lediglich SMS-fähig sein)
    PC mit Internetanschluss, bzw. Pocket-PC, Internet-Café, etc.

Vorteile im Überblick:

  • geringe Ortungskosten
    zuverlässig, bis auf 100m genau
    überall wo ein Handy funktioniert möglich
    (z.B. in Hochhäusern, Lagerhallen, Zügen und Autos…)
  • Keine teuren zusätzlichen Geräte, keine Software-Installation
    Keine Sichtverbindung zu Satelliten erforderlich
    (zwischen Wohnblöcken, in Kellern, im Wald/Gebirge)
  • Ortung von überall auf der Welt online möglich
    für alle deutschen Mobilfunknetze ohne Preisunterschiede

Einsatzmöglichkeiten

  • Ortung von Kindern aus Sicherheitsaspekten
  • Ortung von Freunden für gemeinsame Unternehmungen
  • Flottenortung für Firmen
  • schnelle Ortung bei Unfällen
  • Kontrolle des Partners bei Verdacht auf Seitensprünge
  • Ortung von Fahrzeugen, Gepäck und sogar Tieren
  • Ortung von Verwandten, Bekannten, wenn diese sich verlaufen haben
  • Ortung von alten und verwirrten Personen

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